….wie alles begann:


Monatelang wurde ich von der Pfalzwerke Netz AG bzw. deren Planungsbüro SPIE
Hockenheim gedrängt eine Baugenehmigung für eine Leitungsverlegung zur Versorgung des
Pfalzmarktes und des Gewerbegebietes Dannstadt-Schauernheim unser Grundstück
tangierend zu unterschreiben.
Ich verweigerte die Unterschrift, da das Projekt SÜDSPANGE mir bis zu diesem Zeitpunkt
selbst als unmittelbar Betroffene völlig unbekannt war.
Schließlich schaltete sich noch der Gewässerzweckverband ein und schickte umfangreiche
erklärende Unterlagen mit der Entschuldigung, dass unsere Benachrichtigung „vergessen“
worden wäre.
Stück für Stück arbeitete ich mich durch verschiedene Informationsquellen, und forderte vom
GZV den Planfeststellungsbeschluss an.
Ich staunte über die Komplexität des Projektes, dessen Facettenreichtum immer
interessanter wurde.
Hinweise, dass bei dem besagten Projekt Südspange neben den Pfalzwerken auch der
Gewässerzweckverband Isenach–Eckbach und die Gemeinde Mutterstadt mit involviert sind,
sowie die an den Tag gelegte Selbstherrlichkeit zur Durchsetzung dieses Projektes hat mich
verärgert und zu Nachforschungen veranlasst.
Die Pfalzwerke wollten im Windschatten dieses Projektes ohne Entschädigung der
Eigentümer ihre Stromkabel verlegen, mit der Begründung, dass die Grundstücke zum
späteren Zeitpunkt ohnehin in das Eigentum der Gemeinde Mutterstadt übergehen würden.
Es folgten mehr oder weniger freundliche Telefonate/Schreiben der Pfalzwerke bis hin zu
Drohschreiben der Rechtsabteilung.
Nach monatelangen Verhandlungen kam es nach Androhung eines Baustopps unsererseits
– nachdem das Grundstück zur Durchführung der Leitungsverlegung ohne Erlaubnis
betreten wurde- zu wortreichen Entschuldigungen der Pfalzwerke und schließlich zu einer
einvernehmlichen Einigung.
Während des ganzen Procedere und umfangreichen Recherchen bei Land- und
Forstwirtschaft sowie BUND war nicht nur ich der Meinung, dass der ursprüngliche Grund
dieses Projektes (2003)- nämlich zunehmende Vernässung der Böden- mittlerweile durch
Klimawandel, fortschreitende Trockenheit bis hin zur Dürre längst überholt ist.
Es ist ein Konglomerat unterschiedlichster Interessen und Profiteure, denen das
Deckmäntelchen „Allgemeinwohl“ -zu Lasten der Natur und des Steuerzahlers übergestülpt wurde.
Diese Erkenntnisse veranlassten mich die BI CONTRA SÜDSPANGE zu gründen.
Ziel dieser Initiative ist, dieses Projekt aus seiner wohlgehüteten Deckung an die
Öffentlichkeit zu bringen um so weiteren Schaden an der ohnehin schon stark
beanspruchten Natur unserer Region zu verhindern.


Dr. Regina Dann Limburgerhof im Juni 2021